Projekte » TEFAU–Studie
TEFAU–Studie
Die TEFAU-Studie (»Telemedien für Arztpraxen zur Unterhaltung«) dient der Analyse von Fernsehen und TV-Medien im Wartezimmer von Arztpraxen. Sie gibt einen Einblick in die derzeitige Situation von Arztpraxen. Bislang spielt TV im Wartezimmer nur eine geringe Rolle. Wie die Ergebnisse dieser Pilot-Studie zeigen, wird dieses Medium zu unrecht vernachlässigt und findet vor allem bei jüngeren Patienten eine hohe Akzeptanz.
Material und Methodik
Es wurde ein Fragebogen entwickelt und an 42 Probanden, Patienten aus Arztpraxen und Krankenhaus, verteilt.
Zeitrahmen
2008
Ergebnisse
Das Durchschnittsalter der N=42 Probanden der TEFAU-Studie betrug 33,2 Jahre, männliche und weibliche Probanden waren in etwa gleich verteilt. 24% der Studienteilnehmer kannten bereits einen Fernseher im Wartezimmer, die ihn alle als positiv befanden, weil er die Wartezeit verkürzte und die Nervosität senkte. Lediglich das Programm fand nicht immer volle Zustimmung. Bei den Probanden, denen ein Fernseher im Wartezimmer nicht bekannt war, ergab sich ein recht unterschiedliches Ergebnis. Zwar würden hier 58% einen Fernseher begrüßen, allerdings sind es bei den über 40jährigen 33%, bei den bis und einschließlich 40jährigen 69%. Außerdem ergab sich, dass knapp 75% der Frauen einen Fernseher positiv aufnehmen würden, die Männer dagegen noch recht unentschieden sind und zu gleichen Anteilen dagegen und dafür sind. Menschen über 50 hingegen empfanden den Fernseher manchmal auch als störend. Generell zeigt die TEFAU-Studie, dass der größere Anteil (75%) einen Fernseher im Wartezimmer begrüßen würde und als gutes Medium zur Verkürzung der Wartezeit und zur Entspannung anerkennen, jedoch nur, wenn das Programm wohldurchdacht ist.
Das Programm
Wartezimmer-TV bedeutet nicht, dass ein Fernseher mit dem »normalen« Programm eingeführt wird, sondern dass ein individuell auf die Praxis und auf die Wünsche der Patienten zugeschnittenes Programm erstellt wird. So wurde bei der Studie außerdem ermittelt, welche Themen sich die Befragten für ein mögliches Fernsehprogramm wünschen würden.

Der Fernseher im Wartezimmer kann dafür genutzt werden, über die eigene Praxis zu informieren, seien es spezielle Veranstaltungen, Öffnungszeiten, Leistungsangebot etc. Allerdings gilt auch hier, dass die richtige Mischung gefragt ist, denn auch wenn Patienten informiert werden wollen, mögen Sie die Abwechslung und ein zu einseitiges Programm wird schnell als störend oder langweilig empfunden. Im schlimmsten Fall kann zu viel Werbung als lästig und unseriös empfunden werden.
Das Pro und Kontra für Wartezimmer-TV
| PRO | KONTRA |
|---|---|
|
|
Personen
- Dipl.-Kfm. Dr. med. Dr. sc. hum. Frank Elste
- Magdalena Gruba, M. A.
- Nicole Müller
- Patricia Hoheneder
Literatur
1. TV im Wartezimmer: Werbung oder Patientenservice?