EMPAT-Studie

Ziel der Studie ist die Analyse des Einflusses von Wartezimmer-Fernsehen auf Patientenbedürfnisse. Hierbei sollen Einflussfaktoren bestimmt werden, die die Nachfrage nach Leistungen zur Prävention oder anderen freiwilligen medizinischen Serviceleistungen steuern.

Material und Methodik

An der Studie nehmen insgesamt 16 Arztpraxen aus dem gesamten Bundesgebiet teil, darunter sowohl Allgemeinmediziner als auch Facharztpraxen unterschiedlicher Fachbereiche. Dabei verfügen alle teilnehmenden Praxen über eine Kassenzulassung, sind seit mindestens 3 Monaten an ihrem Standort tätig, behandeln mindestens 20 Patienten pro Werktag, bieten einen Wartezimmerbereich, in dem sich Patienten im Schnitt über 10 Minuten aufhalten und haben innerhalb der letzten 12 Monate kein Wartezimmer-Fernsehen o. Ä. angeboten. Sie sind während des 12-monatigen Verlaufs der Studie verpflichtet, die vom Heidelberger Institut für Medizinmarketing entwickelten Fragebögen an ihre Patienten herauszugeben sowie eine Mitarbeiterbefragung durchzuführen. In zuvor festgelegten Abständen sind die ausgefüllten Fragebögen an das Heidelberger Institut zurückzusenden.

Vor der Installation des Wartezimmer-Fernsehens wird zunächst eine Nullmessung durchgeführt, die 120 Fragebögen umfassen soll. In den ersten 3 Monaten nach Installation der TV-Geräte findet eine monatliche Befragung statt, danach alle 3 Monate, im Rahmen derer 30-50 Fragebögen pro Klinik eingeplant sind. Die Fragebögen sollen von den Patienten im Idealfall nach ca. 20-minütigem Aufenthalt im Wartezimmer ausgefüllt werden. Dabei sollen das Geschlechterverhältnis unter den Befragten möglichst ausgeglichen sein, auch sollen sich die befragten Patienten in gleichen Teilen auf die drei Altersgruppen (20-40, 41-60 und ab 61 Jahre) aufteilen. Darüber hinaus werden teilnehmenden Ärzte und ihr Praxispersonal ebenfalls in regelmäßigen Abständen befragt, ob sie einen Einfluss des Wartezimmer-Fernsehens auf ihren Alltag wahrnehmen können - beispielsweise durch eine erhöhte Nachfrage nach den im Wartezimmer-Fernsehen gezeigten Leistungen.

Zeitrahmen

2010-2011

Ergebnisse

Momentan liegen noch keine Ergebnisse vor.

Personen

  • Dipl.-Kfm. Dr. med. Dr. sc. hum. Frank Elste (Med. Direktor, Heidelberger Institut für Medizinmarketing)
  • Dipl.-Hdl. Jens Stadler (wiss. Projektleitung, Heidelberger Institut für Medizinmarketing)
  • Markus Spamer (Managing Director, TV-Wartezimmer GmbH & Co. KG)
  • Hauke Gerlof (Ressortleiter Wirtschaft, Ärzte Zeitung)

Kooperationspartner

  • 16 Arztpraxen aus ganz Deutschland

Literatur

1. Werbung und Marketing in der Medizin. 1. Auflage.